Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Benutzerspezifische Werkzeuge

Sektionen
Sie sind hier: Startseite / Baurechtsverwaltung / Aktuelles / Gesetzesnovelle Solar- und Photovoltaik-Anlagen

Gesetzesnovelle Solar- und Photovoltaik-Anlagen

Baubesetz, LGBl.Nr. 52/2001 i.d.F. LGBl.Nr. 54/2015 - Unter bestimmten Voraussetzungen können Solar- und PV-Anlagen nunmehr ohne Bewilligung errichtet werden.

Seit September dieses Jahres kann die Errichtung von Solar- und PV-Anlagen unter bestimmten Voraussetzungen zu freien Bauvorhaben erklärt werden. Möglich wird dies durch eine Novelle des Baugesetzes, die der Vorarlberger Landtag im September dieses Jahres beschlossen hat. Eine Bauanzeige oder ein Bauantrag für das Anbringen von Solar- oder Photovoltaikanlagen an bestehenden Bauwerken ist somit nicht erforderlich, sofern Abstandsflächen, Mindestabstände und zwei weitere Bedingungen eingehalten werden.

 

Werden Systeme an Dach- oder Wandflächen angebracht, darf der Abstand zwischen der Anlage und dem Gebäudeteil nicht mehr als 30 Zentimeter betragen und die Anlage muss parallel zum Gebäudeteil installiert sein und darf nicht darüber hinausstehen.

 

Wird die Anlage auf einem Flachdach aufgeständert, darf der Dachüberstand maximal 1,20 Meter betragen und die Anlage muss so weit hinter die Dachkante zurückstehen, wie sie über das Dach hinausragt.

 

Individuelle Regelungen

Die Gemeinde kann durch Verordnung für bestimmte Ortsteile bestimmen, dass die Freistellung für Solar- und Photovoltaikanlagen nicht gilt, wenn dies für den Schutz des Ortsbildes erforderlich ist. Manche Kommunen haben eigene Gestaltungsrichtlinien für Solar- und Photovoltaikanlagen festgelegt. Diese verlieren mit der Novellierung in manchen Fällen ihre Gültigkeit. Im Zweifelsfall lohnt sich die Abklärung mit dem zuständigen Bauamt vor der Errichtung einer Anlage.

 

Gute Gestaltung

Mit den Gestaltungsrichtlinien zielen die Gemeinden darauf ab, das Ortsbild zu schützen. Dies stößt bei engagierten Errichtern nicht immer auf Verständnis, sehe sie doch ihr Ziel gefährdet, möglichst viel Energie mit ihrer Anlage zu produzieren. Wilhelm Schlader vom Energieinstitut Vorarlberg beruhigt: „In den meisten Fällen wirkt sich eine gute Integration der Anlage ins Gebäude nur marginal auf den Ertrag aus.“ Die Mehrkosten für komplexe Aufständerungen würden durch den geringfügigen Mehrertrag oft nicht kompensiert, so Schlader weiter. Aus diesem Grund hat das Energieinstitut Vorarlberg einen Leitfaden zur Planung und Gestaltung von Solaranlagen herausgegeben, der mittlerweile in einer zweiten Auflage verfügbar ist. Mit diesem Leitfaden erhalten Errichter von Solar- und Photovoltaikanlagen viele nützliche Informationen und Hilfestellungen zur Planung und Errichtung.

(Quelle: Heimat Feldkirch, Donnerstag, 29. Oktober 2015)

 

LINK:

Gestaltung von Solar- und Photovoltaikanlagen 

Energieinstitut