Elfhundert Jahr! Aus tiefstem Mittelalter schön entstanden! Elfhundert Jahr! Was ist geworden seit der Zeit, als es noch nach Sankt Gallen, Chur und Konstanz kirchgebunden war? Aus armen Hütten habt ihr euer Dorf geschaffen, hingebettet an den Rand der Halden, der dunklen Wälder Pracht, des blauen Himmels Schutz. Der Herrgott lachte, als er die Reben sah, doch er verlangte keinen Tropfen eines Zehents, wie die Obrigkeit. So geprägt von Wein und Wäldern seid ihr eingeboren längst im friedlich frohen Dorf, das ihr erstellt, in den Jahrhunderten, entwickelt, bis es Wohlstand und reich Gebaren brachte.
Rautinas! Herzstück des Vorderlandes, ein "Königshof" und Sankt Martins Kirche hatten dem Anfang doppelt Schutz gewährt. Arbeitssam und frohgemut an jedem Tag, nehmt ihr die Feste, wie sie fallen, mit Tanz und Spiel zum Feierabend. Den guten Tropfen habt ihr nie verschmäht, er wuchs euch an den Halden süß ins Haus und Herz!
Im sogenannten Reichsgutsurbar aus dem Jahre 842 wird der Name Röthis erstmals erwähnt. Neben vielen historisch beachtenswerten Ereignissen vergangener Tage bis in die Gegenwart herauf darf die Tatsache, dass in Röthis ununterbrochen Wein angebaut wurde, als die herausragende Leistung schlechthin bezeichnet werden.
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